Neues von sevenload, der Deutschen Welle und deren Zusammenarbeit mit den Providern

Lange habe ich gebraucht, um eine Headline für meinen Post zum Panel „Verteilungswettbewerb“ auf dem „Beyond the Borderseco Kongress 2008 in Köln zu finden. In den Vorträgen von Ibrahim Evsan (Sevenload GmbH) und Holger Hank (Deutschen Welle) ging es erst mal darum, was es überhaupt zu verteilen gibt. Nämlich in erster Linie Content vom Anbieter zum User.

Ibrahim Evsan

Ibrahim Evsan

Bei Sevenload ist beispielsweise die Qualität ein großes Thema. Bisher werden die hochgeladenen Filme auf die Ausstrahlungsqualität „heruntercodiert“, aber trotzdem in ihrer Ursprungsqualität gelagert, um ein updaten möglich zu machen. Und dieses Lager wird immer größer, da es mittlerweile für jedermann möglich ist, eigenen Video-Content zu produzieren. Dieser Content findet dann Seher – wird besser – man verlinkt sich mit anderen Content-Produzenten – gibt sich Tipps – tauscht Equipment aus – startet Kooperationen… und schon wird aus Video-Content Web-TV und aus Web-TV „normales“ TV usw. usw. usw. Jutta ist richtig schwindlig geworden. Kein Wunder, dass der Traffic im deutschen Netz seit Ende 2006 ums dreifache gestiegen ist. Hier kommen dann die Provider ins Spiel, die in die Infrastruktur investieren müssen, um den Transport dieser immer mehr werdenden Daten sicherstellen zu können. Evsan bringt aber auch den Gedanken ins Spiel, dass viele große Content-Anbieter bereits überlegen, ihre Wertschöpfungskette auszuweiten und selber zum Provider zu werden… wir sehen also – es gibt viel zu tun!

Holger Hank von der Deutschen Welle

Holger Hank von der Deutschen Welle

Und viel macht beispielsweise auch die Deutsche Welle im Bereich Neue Medien (ja ja Sebastian – schon wieder das Unwort). Blogs, Podcast, Multimedia, IPTV, Radio on demand, Website, Newsletter, Gadgets, mobile Anwendungen und und und. Von den Rezipienten wird das sehr gut angenommen. Interessant ist, dass beim Hörfunk noch von 8 % der Live-Stream angehört wird. 6 % nutzen das Angebot Stream on demand, 55 % holen sich ein Download der Sendung und 31 % bevorzugen die Podcasts. Zusammenfassend hat Hank schließlich gesagt, was für ihn das neue Internet ist. Nämlich für Nischenanbieter wie die Deutsche Welle ein Platz der Zukunft. Auch kann man hier effizient internationale Zielgruppen erreichen und dokumentieren, wie relevant die einzelnen Inhalte sind – nämlich direkt anhand der Zugriffszahlen. Auch wenn man natürlich nicht weiß, was wirklich angehört und was nur runter geladen wurde.
Der Vortrag von Holger Hank, mit ein paar guten Zahlen zur allgemeinen Web2.0-Entwicklung und Nutzung weltweit ist hier zum Download bereit!

Prof. Paul Alpar, Ibrahim Evsan, Frank Geltinger und Nick Brambring (v. l.)

Prof. Paul Alpar, Ibrahim Evsan, Frank Geltinger und Nick Brambring (v. l.)

In der anschließenden Podiumsdiskussion kamen dann noch zwei Provider-Anbieter dazu. Nämlich Frank Geltinger von Level 3 und Ernesto Fries von MESH Solutions. Aber zu einer Diskussion ist es eigentlich nicht gekommen, da sich Anbieter und Provider schon als Teams sehen und da anscheinend gut zusammenarbeiten. Nick Brambring von Zattoo Europe saß auch noch auf dem Podium und hat etwas zu ihrem IPTV Angebot und der Zukunft von Zattoo in Deutschland erzählt. Juttas rausgehörtes Fazit aus der Runde war, dass in Deutschland mehr in die Entwicklung neuer Technologien investiert werden muss und die Verfügbarkeit internetfähiger Fernsehgeräte das Mediennutzungsverhalten in 2 – 3 Jahren noch mal völlig auf den Kopf stellen wird.

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