BarCamps den BarCampern und nicht den Geldmachern!

Eigentlich ist das hier ja ein netter Blog. Selten, wirklich sehr selten, übe ich öffentlich Kritik an irgendwelchen Sachen – ist einfach nicht so mein Ding. Doch von Zeit zu Zeit MUSS es einfach mal sein – da muss ich aufstehen, laut werden und was sagen. Heute zum Beispiel – und zwar zum Thema BarCamps.

In RL schießen die Camps im Moment wie Pilze aus dem Boden. BarCamp, DesignCamp, FotoCamp, WordCamp, GamesCamp, AktienCamp… und alle sind super! Spannende und engagierte Menschen planen und organisieren, reisen an, halten Sessions, networken, vernetzen sich und feiern. Tolle Stimmung, Inspiration, neue Ideen, super Kontakte… ach, ihr, die ihr eure RL Avatare von Zeit zu Zeit mal hinschicken, wisst es ja selbst am Besten. Und wer es noch nicht getan hat muss es unbedingt probieren!

Dabei gibt es ein paar wirklich essentielle Merkmale einer Unkonferenz: kostenlose Teilnahme, ehrenamtliche Arbeit des Orgateams, Finanzierung über Sponsoren und Inhalt sowie Ablauf werden von den Teilnehmern bestimmt!

Gestern hat Jutta dann vom StartUpCamp in Köln erfahren. Coooolll – spannende Idee. Geldgeber, erfahrene ITler, Gründer etc. an einen Ort zu holen und in spannenden Sessions das diskutieren zu lassen, was wirklich interessiert! Mein erster Gedanke war „Sofort Jutta anmelden!“. Als ich dann aber die Website gesehen habe, war ich etwas verwirrt. Sessions gibt es nicht, vielmehr bereits feststehende Gründer-Best-Practices und Workshops. Die Veranstaltung hat dicke Sponsoren, aber trotzdem muss zwischen 25 und 80 Euro Eintritt bezahlt werden.

Verstehe ich da irgendwas falsch? Ist das jetzt wirklich ein StartUpCamp oder einfach nur ein StartUpKongress bzw. eine Messe? Ist der Begriff „Camp“ (und nicht zuletzt auch das Logo) so ungeschützt, dass es wirklich jeder für seine Zwecke benutzen kann? Oder möchte Thierhoff Consulting (trotz Sponsoren wie Sun Microsystems, Osborne Clarke, NRW.BANK und Rheinische Fachhochschule Köln) über Eintrittsgelder zusätzliche Einnahmen generieren, um für die Organisation der Veranstaltung ihre üblichen Honorarsätze zu erhalten? Wird den StartUps (die übrigens darum StartUps heißen, weil sie gerade KEIN Geld haben) und den Venture Capitals nicht zugetraut, spontan spannende Sessions aufzuziehen? Ich würde mich über Feedback freuen – oder über Aufklärung. Falls ich falsch liege und es sich doch um eine offene und partizipative Unkonferenz handelt, ich einfach nur zu doof bin, die Website richtig zu verstehen! Dann nehme ich natürlich alles zurück und behaupte das Gegenteil – wie gesagt – ich bin ja grundsätzlich nett :-).

Sollte es aber doch einfach nur ein Fake sein, sage ich nur: BOYKOTT!!! PROTEST!!! STEIK!!! FRECHHEIT!!! Lassen wir es nicht zu, dass die Grundidee der BarCamps durch Geldmacher verwässert wird! Die Konferenz sind WIR! (Hmmm – merke schon, ich sollte Widerstände organisieren *g – ich könnte mich richtig rein steigern – lach).

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15 Antworten zu BarCamps den BarCampern und nicht den Geldmachern!

  1. Pingback: StartupCamp Cologne: Thanks, but no thanks : Rakemans Digital Living

  2. Stefan schreibt:

    Du hast das schon richtig verstanden. Auszug aus unserer „Einladung“ per Email von den Beratern:

    „Für die ersten 50 Gründer besteht bis 15.02.2009 mit dem Code „SpecialStartUp“ ein Rabatt auf den Ticketpreis von 15€!!

    Sun Startup Essential Member erhalten 50% Rabatt auf den Eintrittspreis und zahlen nur 25,- Euro.
    Mehr Infos und kostenlos anmelden: http://www.sun.de/startup

    Wir freuen uns auf ein tolles Camp.“

    Sun Microsystem ist eine tolle Firma – aber das hier kreiden wir Ihnen wirklich an… 😦

  3. Webmacher schreibt:

    Finde das Veranstaltungskonzept auch sehr täuschend und es werden sicherlich nicht viele Barcamper dabei sein. Ich auch nicht.

  4. Christian Mueller schreibt:

    Hallo liebe Barcamper & Blogger,

    erstmal vielen Dank für die offene Kritik.

    Dazu ein offizielles Statement:
    – Ja, es ist kein Barcamp im eigentlichen Sinne. Insofern habt ihr Recht, als dass wir aus Marketing-Gründen (Startup Lounge war leider schon besetzt…) den Namen „Camp“ uns geschnappt haben, um auf dieser Welle mitzusurfen. Bei so manchem mag das falsche Erwartungen geweckt haben, was natürlich nicht optimal ist.

    – Sun hat im Oktober 2008 mit grossem organisatorischen Aufwand das Barcamp München gesponsered. Und zwar mit der Überlassung von Räumlichkeiten für über 350 Teilnehmer (560 Anmeldungen). Wir waren das ganze Wochenende mit rund 10 Leuten für Organisation, Technik, Sicherheit und auch Vorträge anwesend.
    Unser Commitment für die Barcamp Bewegung ist also deutlich vorhanden.

    – Nein, wir machen mit dem Startup Camp keinen Gewinn und Dr. Kai Thierhoff sichert sich damit auch nicht seine Honorarsätze, hat er meines Wissens auch nicht nötig.
    Für ein Eintrittsgeld haben wir uns bewusst entschieden, um einerseits einen angenehmen Event zu ermöglichen und um andererseits ernsthaft interessierte Teilnehmer dabei zu haben.
    Das heisst nicht, dass Barcamp Teilnehmer nicht ernsthaft wären, ich habe aber über Blogs und beim Barcamp München mitbekommen, dass es bis zu 35% no-shows gibt – was die Planung des Events stark erschwert.

    – Die Intention dieses Camps war in Zeiten der Krise für Startups ein Forum zum Networken zu bieten, Erfahrungsberichte von altgedienten und erfolgreichen Gründern zu bekommen und auch Kontakte zu jedweder Art von Finanzierern herzustellen. Das sind drängende Punkte z.Z. für viele Startups.
    UND -ganz klar- natürlich auch die Bekannheit des kostenlosen Sun Startup Essentials Programms zu erhöhen und gute PR für Thierhoff Consulting.

    – Zur „undemokratischen“ Workshop & Vortragsstruktur: Gerade old fashioned Boys aus VCs, Kanzleien, aber auch erfahrene Unternehmer etc. wollen Struktur bei einem Event, sonst kommen Sie grösstenteils nicht. Das ist nun mal so – wir wollten die aber unbedingt dabei haben.

    – Wir haben nun 130 Anmeldungen, insbesondere von Studenten und Startups. Damit sind wir bis jetzt sehr zufrieden, das Konzept kommt also an.

    Falls jetzt noch Fragen offen sind, freue ich mich hier auf Kommentare oder email an sun4startups -at- sun.com

    ich wünsche Euch ein lehr- und ereignisreiches Barcamp Ruhr & ein schönes Wochenende

    Christian Mueller
    Community Manager Startups, Sun Microsystems

  5. Christian Mueller schreibt:

    Oh, ich habe noch etwas vergessen bzgl. Eintritt/Finanzierung von Barcamps:
    Unser Kantinenwirt bei Sun wartet heute noch auf sein Geld (ein paar tausend Euro…), weil er vom Barcamp München Organisator nicht bezahlt wurde, weil ein prominenter Sponsor nicht bezahlt hat.

    Sehr undemokratisch, leider. Ganz abgesehen davon, dass ich als Event-Mitorganisator bei jedem Mittagessen vom Kantinenwirt dumm angemacht werde… Mehr Infos erfahrt ihr von Steffen Richter, München.

    Jetzt aber gute Nacht
    Christian Mueller
    Community Manager Startups, Sun Microsystems

  6. Babok Bobak schreibt:

    Hey June, was erwartest Du? War doch nur eine Frage der Zeit bis irgendwer auf den Zug aufspringt und der Camp-Geschichte den Kommerzstempel aufdrückt. Kennen wir doch aus allen Bereichen, oder nicht?

    @Christian Mueller:
    Schönes Statement, oder soll ich lieber Rechtfertigungsversuch sagen? Der Spruch: „…um auf dieser Welle mitzusurfen…“ sagt in meinen Augen doch alles und da helfen auch die restlichen Absätze als Rechtfertigung wenig.
    Zum Thema „Sponsor zahlt nach der Veranstaltung nicht“, fällt mir nur eins ein: Seit wann bezahlt ein Sponsor seinen Obulus nach der Veranstaltung? Ich kenne das eher anders und wir haben schon viele Veranstaltungen organisiert. Es ist zwar ärgerlich das so etwas passiert (wenn dem dann wirklich so war), dies dann aber als Grund für eine Anmeldungsgebühr aufzugeben halte ich für sehr vermessen. Ein Lehrgang über Sponsorenverträge und Veranstaltungsorganisation würde da wohl eher weiterhelfen.
    Außerdem musste ich bei dem Spruch „Nein, wir machen mit dem Startup Camp keinen Gewinn…“ doch sehr grinsen. Vor allem im Zusammenhang mit „…natürlich auch die Bekanntheit des kostenlosen Sun Startup Essentials Programms zu erhöhen und gute PR für Thierhoff Consulting…“ finde ich das sehr amüsant, denn Gewinn zeichnet sich nicht immer in Form von Bargeld in der Veranstaltungskasse nach Abrechnungsende aus.

    Nun denn, ich sage einfach einmal „Holla die Waldfee“, lege mich aufs Sofi und harre den Dingen die da kommen werden. Schönen Sonntag noch.

    CU, Babok

  7. Kai Thierhoff schreibt:

    Liebe June,
    tja, da stimmt wohl einzig das Wort Camp nicht: Wir veranstalten eine Veranstaltung für Start-Ups und Investoren auf der sich erfolgreiche Gründer mit jungen Gründern austauschen und Investoren anwesend sind. Soweit so einfach! Dabei entstehen leider Kosten, unter anderem für das Essen, die Räume, Marketing und vieles mehr.

    Anmeldung ist freiwillig, keiner wird zu irgendetwas gewzungen! Wo ist der Aufreger? Der Name „Camp“?

    Gewinn mache ich nun wirklich nicht damit. Wenn ich unsere Tagessätze ansetzen würde dürfte das das schlechtest kalkulierte Projekt eines Beraters sein, das ich kenne.

    Aber ich mache das trotzdem! Weil Gründer mir sympathisch sind und ich Spass am Networking habe! Und Networking betrieben wir alle! Und klar hoffen wir dabei, dass man uns kennt oder erkennt. Ich beschäftige mich mein Leben lang nur mit Gründern und Gründung! Und mache Vorlesungen zum Thema ohne nennenswertes Geld damit zu verdienen! Ich bin froh um jeden, der Verantwortung für sein eigenes Leben übernimmt und sich selbständig macht! Und in diesem Umfeld muss ich tatsächlich eine Familie ernähren – geht Dir das auch so? Deshlab kann ich die kalkulierten Kosten des Camps nicht alein bernehmen, auch nicht mit „dicken Sponsoren“. Ich weiss nicht was für Vorstellungen Du von dicken Sponsoren hast, aber ein Sponsor deckt nicht mal 5% der Kosten! Und Medienpartner und Kooperationspartner machen nur das: Kooperieren oder medial berichten!

    Es sind alle eingeladen! Wir freuen uns über jede Anmeldung! Tolle Leute kommen, seid doch trotzdem dabei. LeWeb und Next sind auch nicht umsonst venture-lounge auch nicht.

    Und das Essen allein kostet über 30 Europ pro Person!

    Du bist herzlich eingeladen dabei zu sein! Wir würden uns freuen!

    Viele Grüße
    Kai

  8. JuneB schreibt:

    Hallo Kai 🙂
    Danke, für die Anwort. Und auch an Christian für den offenen Kommentar aus Veranstaltersicht. Und ja – für mich ist eigentlich einzig die Benutzung des Begriffs „Camp“ ein Problem. Ansonsten finde ich die Veranstaltungsidee sogar ziemlich spannend – ein Zusammentreffen von Geldgebern und StartUps hilft sicherlich jeder Seite.
    Camps werden halt nun mal kostenlos angeboten, ehrenamtlich veranstaltet, von den Besuchern spontan abgehalten und von Sponsoren finanziert – und wir haben mit dem DesignCamp da nur super Erfahrungen gemacht – auch mit Verpflegung, Party, Räumen, Technik usw. So gute, dass wir jetzt ein GamesCamp in Leipzig dranhängen…
    Ich freue mich, dass ich euch durch den Post hier ein bisschen sensibilisiert habe und wünsche euch viel Erfolg mit der StartUpVeranstaltung 🙂
    LG June

  9. Frank Huber schreibt:

    Ich kann Jutta nur zustimmen – der Begriff „BarCamp“ steht wirklich für etwas anderes. Dass Sun das Thema Partizipation, Social Web und Web 2.0 verstanden hat, zeigt sich nicht nur daran dass man einen bloggenden „Chef“ (http://blogs.sun.com/jonathan/) und Community Manager hat, sondern dass man die Sache auch gleich gerade rückt mit einem offiziellen Statement.
    Ich glaube so können beide Seiten voneinander lernen – viel‘ Erfolg in Köln und viele Grüsse an die 130 Teilnehmer – bloggt doch mal wie es war!

  10. Kai Thierhoff schreibt:

    wir kriegen derzeit ca. 10 Anmeldungen am Tag und sind auf 150 unsgesamt. Bisher wollen 15 Start-Ups präsentieren. Bisher gutes feedback – meist 😉

  11. oliver schreibt:

    Also die ‚offizielle‘ Haltung der Marcamp.org-Mailingliste ist:

    Barcamp ist ‚geschützt‘ (Community Mark), ‚Camp‘ selbst nicht.

    Dennoch kann ein falscher Eindruck erweckt werden und an Bezeichnungen herrschte ja schon VOR den Barcamps kein Mangel, so dass man den Auisdruck Camp zum,indest für ‚Open Space artige Events‘ reservieren sollte, auch WENN sie kommerziell oder durch PR motiviert sind.

    Das sollte auch im Interesse der Veranstalter liegen.

    Wo ich mit June nicht ganz konform gehe bzw. für mich anders entscheiden habe:
    Ich halte den Zwang, dass die Organisatoren komplett ehrenamtlich arbeiten für zwiespältig.

    so wie Camps allgemein zugänglich sein sollten, sollte auch jeder ein Camp organisieren können.

    Sofern eine Firma ein Camp stützt, können deren angestellte (sagen wir: Sun, Otto) natürlich in er Arbeitszeit daran organisieren (nicht nur aber auch). Freelancer oder Leute, deren Firmen das nicht stützen, da ist das schwierig.

    Wer mal ‚Point‘ bei einer Camporga war, weiß, dass man das ‚außerhalb der Arbeitszeit‘ nicht hinbekommt.

    Und nicht jeder kann es sich leisten Dutzende Stunden seiner Freizeit und/oder Arbeitszeit zu verschenken. Klar kriegt man ein ganztägiges Camp mit Selbstversorgung locker auch so hin, aber Freitag-Sonntag für 200 Leute und mit 20 Sponsoren, … das ist ordentlich Aufwand.

    Und wenn der Koch und der Securitymann und die Putzkolonne nicht gratis arbeiten, dann kann man es vom Orgateam nicht per se erwarten, dass sie als EINZIGE Nichtsponsoren beim Camp ‚bezahlen‘, denn das tun sie indirekt.

    Aber das ist nun wiederum nur meine Meinung. Ich muss nur überlegen, unter welchen bedingunegn ich mitorganisieren kann oder wil. wenn ich es nur KANN unter bestimmten bedingungen, muss ich es lassen,w enn die nicht gegeben sind.

    Disclosure:
    Ich hab aus „Überschüssen“ von BC Bodensee-Sponsoring meine Fahrtkosten (4 Wege) gedeckt -der Rest des Überschusses ging als Trinkgeld an das Küchenteam-, war für das Fucamp als Lehrbeauftragter Betreuer des Studierendenteams und bin aktuell gänzlich ohne monetäre Erwartungen Teil des Teams des „Barcamp Black Forest“.

  12. Moritz Avenarius (iMo) schreibt:

    Hallo Oliver,

    stimme Dir voll zu was die Frage nach der ehrenamtlichen Arbeit angeht für die BarCamp-Orga. Sehe ich wie Du, bin selbst Freelancer.

    Direkte Frage an June: Was ist Dein Argument für Ehrenamt bei BarCamp-Orga?

    Grüße aus Hamburg,
    Moritz

  13. Pingback: links for 2009-06-30 « Where is my towel?

  14. JuneB schreibt:

    Tja, was soll ich sagen. Im Großen und Ganzen ging es mir um die „Gewinnerzielungsabsicht“, die bei einem BarCamp nicht vorhanden ist.

    Beim DesignCamp in Köln und jetzt beim GamesCamp Leipzig/Köln sind die kompletten Sponsoringgelder in die Veranstaltung geflossen (falls noch jemand einen interessierten Sponsor kennt – fürs GamesCamp suchen wir noch zwei). Wenn wir uns einen angemessenen Stundenlohn (und da kommen wahrlich einige zusammen) zahlen würden, müssten wir mind. doppelt so viele Sponsoren gewinnen.

    Maximal Auslagen wie Reise- oder Übernachtungskosten zahlen wir uns – wenn etwas in der Kasse bleibt – aus. Die komplette Vorbereitung, Sponsorenakquise, Orgatreffen, PR, Locationsuche, Partyorganisation und und und machen wir „just for fun“. Selber schuld? – lach – vielleicht!

  15. oliver schreibt:

    Von einem ‚angemessenen Stundensatz‘ ist nicht die Rede.
    Der wäre nur bei internen oder extrem gebrandeten OpenSpace-Events anwendbar.

    Auch beim Ehrenamt gibt es übrigens sowas wie einen Verdienstausfall o.ä. Wie hoch der war, das hab ich beim BC Bodensee deutlich gemerkt, bei dem es zwar Leute gab, die Einzelthemen abgefangen haben (2. PR-Runde, Housing, Security, Empfang), bei dem aber sonst alles (und die Koordination der ‚Black Boxes‘) bei mir zusammenlief. 2 Wochen kommen da schon zusammen, zzgl der ‚Plattheit‘ 1-2 Tage danach und zzgl. des Schocks beim Blick auf das Bankkonto. wenn dann der (solo-freiberufende) Hauptorganisator soviel beiträgt, wie der größte Sponsor, dann ist das auch asymmetrisch, oder?

    Konsequenz wäre, dass ich mir sage: „Wenn du dir das nicht leisten kannst: lass es (die anderen machen).“

    In den USA hat sich etabliert kommerzielle BCs eben ‚Unconferences‘ zu nennen. Und nicht wenige Freelancer verdienen damit ihr Geld.

    Aber nochmal die Frage: Der Koch und die Putzkolonne, machen die auch keinen Gewinn?

    Es geht *nicht* darum, dass ne Horde Freelancer sich zusammentut und Sponsorengeld für das eigene Orgahonorar zusammensucht.
    Es geht um den Fall, wo eine Firma/Uni/Institution eine BC „machen will“ und statt einem Mitarbeiter (der ja dafür auch nicht 50% Lohnkürzung in Kauf nehmen muss) einen Freelancer bittet, sich darum zu kümmern.
    Muss der Freelancer dann ablehnen? Oder sagen: „Ach was, ich mach das für dich umsonst und ‚bezahle‘ indirekt mit meinem Geld dafür.“

    ‚Normale‘ Honorare kriegt man wie gesagt dafüpr nur bei firmeninternen Events, bei BCs ist das absurd.
    Solche Anfragen für ’normale‘ BCs und interne Events kommen übrigens durchaus nicht GANZ selten vor.

    Und so ganz generell muss ich mir nicht vorwerfen, für die Community zu wenig für lau zu tun. Und das seit 199*.

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