Was glaubst du eigentlich, wer du bist?

Gute Frage! Haben wir die nicht alle schon oft gehört? Meist eher ironisch gemeint und nicht wirklich gestellt, um beantwortet zu werden. Aber heute ist es so weit. Ich werde die Frage beantworten – ganz ernst und ohne jede Rücksicht darauf, ob das einer wissen will 🙂

Also, hier die Antwort darauf, was ich denke, wer ich bin:

Ich bin eigentlich ganz normal, obwohl viele Leute mich für verrückt halten 🙂 – Verheiratet, zweifache Mutter, Reihenmittelhaus, Passat Kombi (*gähn).

Ich bin ein Erfinder. Nicht ein Erfinder von Maschinen oder sonstigen Dingen,  sondern an immer neuen Ideen.  So einer wie Waxflatter in  „Das Geheimniss des verborgenen Tempels“ oder Dr. Emmett L. Brown in  „Zurück in die Zukunft“ – ich probiere die Ideen nämlich auch meist alle aus – gerne auch mal mit einer Bruchlandung. Naja, ich hab damit zwar nie Geld verdient aber massig Lebenserfahrung gesammelt *g. Und wenn du eine gute Idee hast – ruf mich an – ich bin dabei!

Ich bin bequem  (manch andere würden sagen, ich wäre faul). Ich drücke mich meist erfolgreich vor Umzügen und lasse gerne andere Leute für mich arbeiten. Gott sei Dank bin ich einigermaßen unterhaltsam und helfe an anderer Stelle wo ich kann, so dass man mir diese Eigenart meist durchgehen lässt.

Ich bin eine „Rabenmutter“, die ihre beiden Kinder über alles liebt aber trotzdem Raum für sich braucht. Was soll ich sagen, meine Berufung liegt einfach nicht im Hausfrau-und-Mutter-Dasein (gibt es das eigentlich wirklich?) – ich brauche von Zeit zu Zeit eine Familienauszeit und die nehme ich mir auch. Ich liebe meinen Job und lasse meine Kinder dafür in der Offenen-Ganztagsschule Hausaufgaben machen und ihren Nachmittag verbringen. Außerdem bin ich ein riesen Morgenmuffel, der die eigenen Kinder von 6.30 bis 8.00 Uhr am Wochenende vor dem TV parkt #beichte. Ich zwinge meine Kinder, an meinem neuen Hobbie Geocaching teilzunehmen und mit mir lange Spaziergänge in der freien Natur zu machen. Ich mag keine Haustiere und untersage meinen Kindern daher das Sammeln von Kaninchen, Hamstern und Hunden.

Ich bin Seelsorger, dem die Leute gerne ihre Probleme, Wünsche und Träume anvertrauen. Und ich mag diesen Teil von mir. Ich liebe nämlich Menschen. Was sie machen, wo sie herkommen, was sie bewegt, wo sie hin wollen. Es gibt nichts Spannenderes! Und wenn mich einer um Rat fragt, bin ich gerne zur Stelle. Allerdings sind meine Einstellungen zu manchen Dingen oft etwas… hmmm – egoistisch, so dass sich die Leute zwar wohlwollend meine Tipps anhören, aber recht schnell für sich entscheiden, dass sie das so nie umsetzen würden 🙂

Ich bin ein Trichter, in den ständig oben Informationen und Eindrücke eingefüllt werden. Natürlich ist das jeder Mensch (wer hat nicht schon von der Reizüberflutung gelesen, der der moderne Mensch ausgesetzt ist), ich nehme das aber bewußt wahr und lasse Informationen wo immer ich ihnen begegne, ungefiltert in meinen Aufnahmetrichter fallen. Oft versehe ich nur die Hälfte oder weiß nicht, was mir die Infos bringen sollen *g. Spannenderweise hab ich aber bisher das Meiste in irgend einem Zusammenhang wieder brauchen können und im richtigen Moment haben sich die Infos dann miteinander vermischt und sind unten aus dem Trichter wieder sinnvoll raus gekommen.

Ich bin die stolze Besitzerin eines riesengroßen Schweinehundes und kriege ihn einfach nicht in den Griff. Ein paar Kilo weniger auf den Hüften könnten mir nicht schaden, aber eine Diät würde ich nie durchhalten. Sport soll ja auch der Gesundheit förderlich sein, aber schon der Gedanke daran, eine halbe Stunde über die Felder zu joggen, treibt mich zurück aufs Sofa. Ich möchte wieder malen oder mal wieder ein gutes Buch lesen (was ich beides wirklich gerne mache), aber derzeit sitze ich oft abends einfach auf dem Sofa und habe das Laptop auf dem Schoss. Naja, wer kennt das nicht und es gibt sicher bald wieder andere Phasen #hoffnungnieaufgeben

Ich bin naiv und total gutgläubig. Menschen können auch schlecht sein,  Hintergedanken haben und anderen Böses wollen? Ja, ich habe davon schon gehört. Das hindert mich nicht daran, davon auszugehen, dass alle Leute, denen ich begegne, toll und super nett sind. Bisher bin ich mit dieser – wie mir oft gesagt wurde – leicht weltfremden Haltung immer recht gut gefahren. Klar habe ich manchmal auch gemerkt, dass der erste Schein trügt, aber ich bin noch nie (toi toi toi, klopf auf Holz) auf die Nase gefallen. Ich ruf einfach nett in den Wald hinein und hoffe, dass die Anderen nett zurück rufen *g. Naiv, oder?

So – das glaube ich, wer ich bin. Und wer bist du?

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Eine Antwort zu Was glaubst du eigentlich, wer du bist?

  1. Ghost schreibt:

    Das war ehrlich. Über mich… nun ja. Zur Zeit sage ich das lieber nicht. Mein Bild von mir ist zur Zeit mächtig zerbrochen.

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