Indikatoren des Umbruchs – Treiber der Zukunft

Was ist es, was uns in Zukunft immer mehr beschäftigen wird. Was sind die Geschäftsfelder und Einflussfaktoren, die in Zukunft eine Rolle spielen? Ein interessantes Thema, um darüber nachzudenken und zu gucken, wie man selbst bzw. das Unternehmen in den Bereichen aufgestellt ist.

1. Vernetzung

Der Wettbewerb und daraus entstehende Wettbewerbsdruck nehmen durch die Internationalisierung und Globalisierung der Märkte zu. Arbeit, Kapital und Wissen sind transferierter und weltweit verfügbar. Eine weltweite Vernetzung gewinnt also immer mehr an Bedeutung.

2. Information und Wissen

Das Wissen in der Welt steigt exponentiell und wird schnell überall verfügbar gemacht. D. h., die Halbwertzeit des wettbewerbsrelevanten Wissens sinkt. Expertenwissen wird für Unternehmen immer relevanter, was sich auch immer mehr in den Entgeltsysteme der Mitarbeiter ausdrücken wird. Wer mehr weiß, verdient auch mehr.

3. IuK-Technik

Medienkompetenz wird immer wichtiger! Die Abhängigkeit von technischen Systemen steigt, Arbeiten und Leben wachsen über die technischen Systeme zusammen. Die Trennung von beruflich und privat wird fließend, was aber auch völlig neue Arbeitsmöglichkeiten schafft, da man von Raum und Zeit unabhängig ist.

4. Tertiarisierung

Dienstleistung wird im Strukturwandel immer wichtiger. Hybride Produkte aus Ware und Dienstleistung werden “normal” und Service Engineering ein Zukunftsberuf. Produkte werden immer austauschbarer und der Service ein Unterscheidungskriterium.

5. Demografischer Wandel

Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur wird sich auf die Beschäftigtenstruktur auswirken. D. h., die Mitarbeiter werden älter, was möglicherweise angepasste Arbeitsmodelle erfordert. Wir brauchen neue Lehr- und Lernformen, um die Generationen im Unternehmen auf einem Wissensstand (speziell was neue Entwicklungen, bei denen man nicht auf Erfahrungen zurückgreifen kann, angeht) zu halten. Das Produktangebot muss sich umstellen.

6. Flexibilisierung

Alles ändert sich immer schneller. Organisationen und Ressourcen (auch z. B. Mitarbeiter) müssen auf einen auf Flexibilität ausgerichteten Kurs gebracht werden, um sich pro- und/oder re-aktiv auf Umweltbedingungen einlassen zu können. Strukturell bedeutet das z. B. Arbeitszeitflexibilisierung, Kapazitätsanpassungen und Projektarbeit. Eine technische Flexibilisierung erfordert eine Kompetenzenverbreiterung beim einzelnen Mitarbeiter. Zeite von “das haben wir immer schon so gemacht” werden der Vergangenheit angehörten, die Märkte ändern sich schneller und ohne Tabus.

7. Individualisierung

Standards werden Mindestanforderungen. Produkte und Dienstleistungen werden erst durch gezielte Individualisierung marktfähig. Das bedeutet neue Geschäftsprozesse und ein großes Maß an Benutzbarkeit (Usability).

8. Virtualisierung

Unter Virtualisierung wird verstanden, dass Arbeit zunehmend über virtuelle, d. h. nicht personelle und/oder nicht-persönliche Kommunikations- und Interaktionsmodi erfolgt. Sie beginnt mit der Unabhängigkeit von Ort, Zeit und Struktur und endet in virtuellen Realitäten für z. B. Produktionsplanung, Medizin und der 3D-Darstellung von Produktprototypen. Die Tendenz zur Dezentralisierung (Telearbeit, virtuelle Unternehmen) hält an.

9. Health/ Life Sciences

Der Kern dieses Trends sind die durch die verlängerte Lebenszeit veränderten Anforderungen an die physische und psychische Verfügbarkeit. Der Gesundheitsbegriff wird um die Bereiche Persönlichkeitsförderung und Wohlbefinden erweitert. Das Gesundheitsbewusstsein nimmt zu und präventive Maßnahmen sind gefragt.

10. Energie

Der weltweite Energiebedarf wird sich in Zukunft weiter signifikant erhöhen. Die Energiekosten werden steigen, was eine Chance für neue alternative Energien und für Technologien zur Energiesparung bringt.

11. Natur und Umwelt

Das Umweltbewusstsein wächst, was einen immer größer werdenden Markt für nachhaltige Produkte mit sich bringt. Umwelttechnologien werden zu Innovationstreibern und die Natur zur chemischen Fabrik (industrielle Biotechnologie)

12. Beschleunigung

Die Interdependenzen zwischen den einzelnen Trends führen zu wechselseitiger Beschleunigung. Das Meta-Lernen wird eine Herausforderung und die Entscheidungszeiträume werden immer kürzer. Gegentrend: Entschleunigung!

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