Eine Bewerbung – Selbstbild/Fremdbild

Personalbeschaffung ist wirklich spannend! Derzeit suchen wir wieder Verstärkung und kaum ist die Anzeige im Remscheider General-Anzeiger erschienen…

… schon kommt die erste Bewerbung via Mail.

Also… es ist ja klar, dass sich jeder in einem Bewerbungsprozess möglichst gut verkaufen möchte. Die eigenen Stärken rausstellen, den potentiellen Arbeitgeber neugierig machen, sich ins beste Licht rücken – halt einfach zeigen, dass man für die zu besetzende Stelle genau die richtige Person ist.

Das hat der junge Mann, der sich spontan gedacht hat „Och… versuch ich’s doch mal“, wohl auch vor gehabt:

Sehr geehrte Frau Jutta Westphal
ich lese gerade Ihren personalbedarf, und gehe davon aus, dass eine simple Kaufmaennische Ausbildung den Anforderungen durchaus gerecht wird.
ein Hochschulstudium ist doch eher etwas….Zeichnungsberechtigter…
Meine Meinung, wenn ich mich bewerben koennte, was durchaus moeglich erscheint.
Freundliche Gruesse

Tja, was soll ich sagen. OK, auf ein Studium könnte man vielleicht verzichten, da muss ich dem jungen Mann zustimmen. Eine gescheite kaufmännische Ausbildung ist ein gutes Fundament. Aber… öhmmm… was war das für eine kaufmännische Ausbildung, in der man nicht gelernt hat, einen ordentlichen Brief in fehlerfreiem Deutsch zu schreiben? Oder sollte man Rechtschreibung und DIN und so’n Kram in E-Mails nicht weiter beachten?

Ich hab mich auf jeden Fall köstlich amüsiert und muss ihm leider antworten: NEIN, bei uns kannst du dich nicht bewerben 🙂

 

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4 Antworten zu Eine Bewerbung – Selbstbild/Fremdbild

  1. Harald Link schreibt:

    Lustige Bewerbung. Bei der Absage aber bitte beachten: keine Gründe nennen! Am Ende klagt er sich noch rein oder will eine Abfindung, weil er sich – warum auch immer – diskriminiert fühlt. Wäre ja nicht das erste Mal … 😉

    • JuneB schreibt:

      @harald hmm – aber ist es denn diskriminierend, wenn ich jemanden für den Bereich Kommunikation einstellen möchte und der nicht mal einen Brief schreiben kann? Ist ja nicht so, als wären mir seine Füße zu groß… Oder meinst du, besser mal die Unterlagen schicken lassen und dann erst absagen? #verwirrtbin

      • Harald Link schreibt:

        Habe da schon eigenartige Dinge erlebt … deshalb hat mir meine damalige Personalchefin geraten: Nie Gründe nennen. Auch aus diesem Grund (Haftungsgründe/Antidiskriminierungsgesetz) lassen ja viele Unternehmen mittlerweile die Personalauswahl von externen dienstleistern vornehmen. Man glaubt gar nicht, wann sich Menschen diskriminiert fühlen können und Anwälte einschalten. Viele bewerben sich auch nur, um abgelehnt zu werden und einen Klagegrund zu haben.

  2. ullahofmann schreibt:

    Nun, ich bin einfach nur sprachlos…

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